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Die Akte Gough

Lawrence Matthew Gough wurde im Juni 1949 in Dublin, Hauptstadt der Republik Irland, geboren. Er ist ein Fechtmeister (Maître d'Armes, AAI) und lebt seit mehr als vierzig Jahren in Deutschland.

Im April 1964, im Alter von 14 Jahren, begann Larry Gough mit dem Fechten. Ein Bekannter seines Vaters hatte ihn eingeladen, als Zuschauer zu einem internationalen Fechtturnier in Dublin zu kommen. Fünf Tage später absolvierte er sein erstes Säbeltraining bei Herrn P. Duffy und wurde Mitglied dessen Fechtvereins.

In den folgenden drei Jahren stellte Larry Gough bei mehreren Turnieren auf nationaler Ebene sein Talent unter Beweis. Im Oktober 1966 begann er sein Studium am University College Dublin (UCD). Zu dieser Zeit konnte sich Larry Gough die Gebühren für die Universität und für einen privaten Fechtverein finanziell nicht leisten. Daher beschloss er, den Fechtverein Salle Duffy zu verlassen und Mitglied im Fechtverein des UCD zu werden.

Trotz seines offenkundigen Talents, das er durch zahlreiche Erfolge belegte, wurde Larry Gough im Februar 1967 im Alter von 17 Jahren vom irischen Amateurfechtverband IAFF (Irish Amateur Fencing Federation - heute IFF - Irish Fencing Federation) mit einer weltweiten Sperre von sechs Monaten belegt.

Diese Sperre markierte den Beginn einer unfassbaren Geschichte über die Hilflosigkeit und Machtlosigkeit eines jungen, hochmotivierten Sportlers, der in den Mühlen des politischen Systems des irischen Fechtverbands gefangen war.

Hier ist seine Geschichte.

1967: Die Sperre

Um zu verstehen, wie im Fechtsport von Irland so unfassbare Situationen überhaupt entstehen konnten, muss man die Vormachtstellung und die internen Strukturen des irischen Amateurfechtverbands IAFF (Irish Amateur Fencing Federation - heute IFF - Irish Fencing Federation) zu dieser Zeit kennen.

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1968: Olympische Spiele Mexiko / Lebenslange Sperre

Mit der Suspendierung von Larry Gough im Februar 1967 durch den irischen Amateurfechtverband IAFF (Irish Amateur Fencing Federation - heute IFF - Irish Fencing Federation), entzog dieser ihm auch seine Fechtlizenz des Internationalen Fechtverbands FIE (Fédération Internationale d'Escrime). Somit konnte Gough für sechs Monate weltweit an keinem einzigen Turnier teilnehmen.

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1971–1973: Internationale Unterstützung / Exil

Im Januar 1971 beantragte Lawrence Gough beim irischen Amateurfechtverband IAFF (Irish Amateur Fencing Federation) eine Lizenz des Internationalen Fechtverbands FIE (Fédération Internationale d'Escrime, Weltfechtverband). Als ein Staatsbürger Irlands war er für den Erhalt der FIE-Lizenz auf die IAFF angewiesen. Sein Antrag wurde ohne jegliche Begründung abgelehnt.

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1973/1976: Staatenloser Fechter

Pierre Ferri, Präsident des Internationalen Fechtverbands FIE (Fédération Internationale d'Escrime), stellte Lawrence Gough im Jahr 1972 und auch 1973 eine FIE-Lizenz aus. Unter der Rubrik „Fédération“ (Verband) trug er in beide Lizenzen „Irlandaise d'Escrime“ (Irischer Fechtverband) ein.

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1976: Olympische Spiele Montreal

Im Jahr 1975 wurden laut einem Bericht der Irish Times von dem irischen Amateurfechtverband IAFF (Irish Amateur Fencing Federation) drei Fechter als potentielle Teilnehmer für die Olympischen Spiele in Montreal aufgestellt. Lawrence Gough zählte nicht dazu.

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1994: Weiter unter Beobachtung

Seit seiner Ankunft in Deutschland im Jahr 1973 hatte sich Lawrence Gough sowohl in den lokalen Fechtkreisen, als auch weit darüber hinaus einen hohen Bekanntheitsgrad und ein Renommee als Fechter erworben. Auch als Trainer und Persönlichkeit wurde ihm großer Respekt entgegengebracht. Ironischerweise war Lawrence Gough sowohl international als auch innerhalb Deutschlands das Gesicht irischen Fechtens.

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